Wie organisiere ich meinen Keller?

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Das Grauen im Kellerabteil

Der Keller – für viele Segen und Fluch zugleich. Schön, wenn man einen hat, um selten benötigte Dinge aufzubewahren. Aber auch gleichzeitig oft ein Ort, wo Dinge, die nicht mehr benutzt werden über Jahre abgestellt werden. Daher ist der Keller nicht gerade der beliebteste Ort, um Ordnung zu schaffen. Die Königsdisziplin für alle Ordnungsschaffenden! 

Ich gebe es zu – Kellerorganisation ist kein Honigschlecken, also stelle dich schon mental darauf ein, dass es viel Zeit kosten wird und womöglich einige Fahrten zum Müllplatz sich nicht vermeiden lassen werden. 

Mit diesen Tipps und Produktempfehlungen möchte ich dir das Ordnen dieses unbeliebten Hotspots ein wenig erleichtern:

Produkte

Nimm mehrere Müllsäcke oder Kartonboxen mit. Sortiere gleich beim Ausmisten in Altpapier, Restmüll und Müll, der auf die Mülldeponie gehört. Wenn nötig mache auch hier noch Unterkategorien.

Verwende, wenn möglich Keller geeignete Regale. Diese gibt es ganz günstig im Baumarkt. Achte nur bitte auf die Gewichtsbeschränkung pro Regalboden, falls du planst schwere Dinge zu lagern. Eventuell musst du das Regal noch an der Wand befestigen, um die Stabilität zu gewährleisten. 

Für (feuchte) Keller empfehle ich stabile Plastikboxen mit gut verschließbarem Deckel. Am besten durchsichtige, damit man auf einen Blick sieht, was sich darin befindet. Plastikboxen halten Feuchtigkeit besser stand, sind leicht zu beschriften und gehen auch nicht so leicht kaputt, wenn sie oft hin und her manövriert werden.

Auch unterteilte Werkzeugboxen sind sehr praktisch.

Unterteilte Boxen für Werkzeug, Schrauben und Co.

Wer kann, nutzt die Höhe des Kellerraums. Mit an der Wand oder an der Decke montierten Haken, kann man selten benutzte sperrige Dinge hängend aufbewahren. Auch S-Haken eignen sich gut um zum Beispiel die Leiter vom Boden weg zu bekommen. Diese kann man oft an die Keller-Gitter Türe oder auch in die meisten Alu-Regale einhängen.

Die Höhe für selten benötigte Dinge nutzen

Wer sein Werkzeug übersichtlich geordnet sehen möchte, nutzt am besten eine Lochplatte und hängt es daran auf. 

Ablauf

Egal, ob dein Keller überquillt oder nur ein bisschen Auffrischung in Sachen Ordnung benötigt – die Schritte sind immer die selben:

Gerade bei Kelleraufräumarbeiten empfiehlt es sich zu zweit an die Sache heran zu gehen. Hol dir, wenn möglich, deinen Partner, einen Freund oder einen Ordnungscoach hinzu. 

Wie bei allen Ordnungsaufgaben beginnt man auch hier damit, zunächst alles heraus zu räumen. Dies ist in engen Kellergängen oft schwierig. Aber das muss leider sein.

Vorab alles raus räumen

Sortiere alles nach Kategorien und entscheide anschließend, welche Dinge nicht mehr benötigt werden. Im Keller sammelt sich unglaublich viel unnötiges Zeug an:

Fliesen, von einem längst renovierten Bad, Farbkübel mit vertrockneter Farbe und alte Pinsel sind schon mal die ersten Ausmistkandidaten. 

Dann wird es meist etwas kniffliger: welches Werkzeug werde ich in Zukunft benötigen? Hier empfehle ich (am besten in der Wohnung) das gesamte Werkzeug und alle Schrauben und Nägel auszubreiten und den Bestand zu überprüfen. Oft hat man 10 gleiche Inbusschlüssel und 3 gleiche Hammer. Dann bitte nur ein bis zwei der gleichen Art behalten. 

Dekomaterial

Dekomaterial, das man nur einmal jährlich benötigt,
eignet sich bestens für eine Lagerung im Keller

Viele bewahren auch die Weihnachts- oder diverse andere Deko im Keller auf. Hier bitte alles gut beschriften und in einer Ecke des Kellers gemeinsam aufbewahren. Am besten machst du dir noch eine Liste, auf die du die Anzahl der Boxen schreibst. So weißt du am Beginn der Weihnachtszeit, dass du zum Beispiel 4 Weihnachtsboxen nach oben nehmen solltest. 

Sportequipment

Viele lagern auch Sportequipment im Keller. Dieses sollte leicht zugänglich aufbewahrt werden.

Sportequipment übersichtlich lagern und am Handy eine Notiz machen,
welche Größen vorhanden sind

Sentimentale Dinge

Im Keller werden auch gerne Dinge mit sentimentalem Wert gelagert. Diese Kategorie ist besonders schwierig aus zu sortieren. Aber glaube mir, du wirst dich danach so viel besser fühlen, wenn alles nicht mehr so überfüllt ist und du endlich wieder findest, was du suchst. Dann kannst du nämlich die sentimentalen Dinge, die du dann noch hast, viel besser genießen. 

Gib abschließend alles in passende Boxen und verstaue es wieder übersichtlich im Kellerabteil, entweder hängend oder im Regal. Wenn du so wenig Platz hast, dass du die Dinge hintereinander stellen musst, dann lagere bitte Dinge, die nicht so oft benötigt werden in die hintere Reihe oder Dinge, die gemeinsam benötigt werden, hintereinander. 

Beschriftung

Beschriftungen sind auch hier ein Muss

Am aller wichtigsten ist auch hier (wie eigentlich bei jedem Ordnungsprojekt) die Beschriftung der Boxen. [Etikettiermaschine] Auch wenn du jetzt denkst, du wirst dir merken, was sich darin befindet…aus den Augen aus dem Sinn – daher unbedingt so genau wie möglich beschriften. Auch bei transparenten Boxen. Manchmal muss man auch mehrere Seiten der Box beschriften, um die Beschriftung von allen Seiten lesen zu können. 

Fotoarchiv

Da der Keller ja meist etwas schwieriger zu erreichen ist, habe ich noch einen zusätzlichen Tipp, wie man sich merken kann, was sich alles darin befindet. 

Archiv am Handy anlegen

Mach Fotos von allen Dingen und speichere alle am Handy in einen Ordner, den du zum Beispiel „Inhalt Keller“ nennst. Vergiss bitte nicht, diese Fotos wenn nötig zu aktualisieren.

Vielleicht hast du am Ende deiner Keller-Ordnungsaktion sogar wieder Platz für Dinge, die dir in der Wohnung wertvollen Platz wegnehmen. Aber achte bitte darauf, dass manche Dinge in feuchten Kellern nicht gut aufbewahrt werden können. Beispiele hierfür sind Fotos, Stoffe (Koffer, Kindersitze,…), Metalle, die rosten können und Papiere (Buchhaltung,…).

Mehr Platz für Dinge, die in der Wohnung wertvollen Platz wegnehmen

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Ausmisten und Ordnen. Du wirst sehen, den Keller auszumisten ist ein tolles Gefühl. Lass dich nicht von der Menge unterkriegen. Und bedenke: Es wird immer zuerst schlechter – bevor es besser wird.